Nicht alles, was leuchtet, braucht einen hellen Hintergrund.
Mola erzählt für mich genau davon.
Der Schmetterling steht in meiner Kunst für Verwandlung und für den Weg von einem Zustand in einen anderen. Doch bei Mola interessiert mich besonders das Zusammenspiel von Dunkelheit und Licht.
Der tiefschwarze Hintergrund aus Pailletten verändert sich mit jeder Bewegung und jedem Lichteinfall. Mal wirkt er beinahe ruhig und geschlossen, dann beginnt er plötzlich zu reflektieren und zeigt eine Tiefe, die vorher kaum sichtbar war.
Davor erhebt sich der Schmetterling plastisch aus dem Bild.
Goldene, kupferfarbene und glitzernde Elemente fangen das Licht ein und lassen die Oberfläche immer wieder anders erscheinen. Warmes Kupfer trifft auf Gold, Glanz auf tiefes Schwarz, dadurch entsteht eine Spannung zwischen Schwere und Leichtigkeit, Dunkelheit und Strahlen, Ruhe und Bewegung.
Gerade das Schwarz ist für mich dabei nicht einfach nur Hintergrund es gibt dem Licht erst seine Kraft ohne die dunkle Fläche würden Gold und Kupfer anders wirken. Erst durch diesen Kontrast beginnen die einzelnen Materialien zu leuchten und treten deutlich hervor und vielleicht ist es im Leben manchmal ähnlich.
Nicht jede Phase muss hell, leicht oder bereits verständlich sein. Manches entwickelt seine Kraft genau dort, wo noch nicht alles sichtbar ist. Wir erkennen häufig erst später, was in einer bestimmten Zeit entstanden ist und was wir daraus mitgenommen haben. Mola steht für diesen Moment.
Für das Zusammenspiel von Dunkel und Licht, für Tiefe, Stärke und Veränderung und für die Erfahrung, dass etwas nicht verschwinden muss, nur weil es für einen Moment im Dunkeln liegt. Manchmal braucht es genau diesen Hintergrund, damit sichtbar wird, was bereits da ist.
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